Laut Statistik bricht jeder vierte Auszubildende seine Lehre innerhalb des ersten Jahres wieder ab. Grund hierfür ist oft die mangelnde oder falsche Information vor der Berufswahl. Hauptschüler finden sich heute in einem Konkurrenzkampf mit Realschülern und Gymnasiasten wieder. Das macht Beratung in der Einrichtung “Schule” dringend erforderlich, da viele Jugendliche aufgrund ihrer Schwellenängste nicht fähig sind, ihre Möglichkeiten auf behördlicher Basis auszuschöpfen. Nach der Schulzeit haben sie keinen direkten Ansprechpartner mehr, der persönlich auf sie eingehen kann, da er ihr schulisches und familiäres Umfeld kennt. Es droht der Abstieg in die Jugendarbeitslosigkeit.
Um die Tätigkeit der Sozialpädagogin transparent zu machen, besucht diese Elternabende im 8. 9. und 10. Schuljahr. Es erfolgt eine umfassende Information über die Möglichkeiten der Beratung und Unterstützung, Gesprächstermine können vereinbart werden. Die Eltern werden auf wichtige Termine aufmerksam gemacht, z.B. Anmeldefristen für weiterführende Schulen; Bewerbungsfristen etc. Begleitung erfolgt durch einen Berufsberater des Arbeitsamtes. An Elternsprechtagen stehen die Sozialpädagogin und der Berufsberater Rat suchenden Eltern zur Verfügung.
Durch kontinuierlichen Austausch mit dem Lehrerkollegium, Gruppenarbeit – insbesondere mit ausländischen SchülerInnen-, Kontaktaufnahmen zu Ausbildungsbetrieben, Besuchen während des Praktikums und an den Ausbildungsplätzen, Kooperation mit dem Arbeitsamt – Vermittlung der gesamten Angebotspalette, u.a. Besuche im Berufs – Informations – Zentrum des Arbeitsamtes, Einrichtung einer Stellenbörse, Berufsforum, gemeinsame Bearbeitung der Bewerbungsunterlagen, Vorbereitung und Begleitung zu Vorstellungsgesprächen, Teilnahme an Elternabenden, Hausbesuche, Begleitung zu Behörden und weiterführenden Schulen, Einzelfallhilfen und sozialpädagogische Betreuung von ehemaligen SchülerInnen der Schule für Erziehungshilfe können Schwierigkeiten frühzeitig erkannt und abgewendet werden.
Der Sozialpädagogin steht an der Schule ein eigenes Büro zur Verfügung, wo die Jugendlichen sich ohne Störung und Beobachtung von außen beraten lassen können. Ein eigener Telefon- und Internetanschluss ist auch vorhanden.
